Kapitel 11:  Maathes in der Kneipe

                                             

Lieber Leser!
Wenn Ihnen noch ein Witz oder eine Geschichte einfällt, freue ich mich, wenn Sie mir schreiben. Einer Veröffentlichung mit Namensangabe des Verfassers steht dann wohl kaum was im Wege. Viel Spass!

Maathes sass bei einem Festessen neben einem feinen Fräulein. Das hielt ihm im Verlauf des Essens die Sauce hin und sprach: "Wer nicht zu mir in Reinem spricht, dem reich' ich diese Sauce nicht."
Maathes: "O, Freilein, eich kann reinem, ohne ze keimen. Passt emaol off:
"Reich m'r de Saoss, dau Aaos!"
Fischers Maathes sitzt bei einer Porz Viez und sagt zu seinem Tischnachbarn: "Ön meiner Speisekammer hat en duuht Maus gelejen." Der Tischnachbar verwundert: "Wie kann denn das passiert sein?" De Maathes: "Se woar verhongert."

                                                          Manfred Eltges, Wittlich, 2007

©1

Der Pitter begegnete nachts gegen 11 Uhr dem Maathes auf der Strasse und sagte: "D'r Deiwel naochemaol, Maathes, wie siehs dau esu schweinzig aus, m'r maant jao baal, dau hätts deich eim Straossepudel erom gewälzt."
Maathes: "Su öss et och. Die verflucht Kärlen haon meich erausgeschmöss, on daobei waor eich ganz niechtern."
Pitter: "Ä, da moss dau awer die Lömmeln, die dat waoren, verklaogen."
Maathes: "Dat dieht eich och gär, wenn eich nure wösst, wu et passeert öss."
Maathes sitzt alleine an einem Tisch im Bierstall. Ein Fremder setzt sich zu ihm und lässt sich mit Maathes in ein Gespräch ein. Er stellt allerlei neugierige Fragen an ihn. Dem Maathes reisst schliesslich die Geduld, und er beginnt auch zu fragen: "Watt seid dir dann?"
Fremder: "Geschäftsreisender."
Maathes: "Met wat handelt d'r dann?"
Fremder (höhnisch): "Mit Eselsohren."
Maathes: "Ä, dao hat d'r awer dä richtigen Ardöckel. Da braucht d'r jao kaan Koffer metzeschlaafen, weil d'r de schienst Moster gleich aom Kopp haot."
 
zurück zur Übersicht     nach oben     weiter
Quelle der Zeichnungen: ©1 P. Gerth - ©2 A. Rentschler "Witze und Spässe vom Fischers Maathes" 1952